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Autocross

Finale der FIA Zonenmeisterschaft im Autocross  

Nach einigen Jahren des Dornröschenschlafs erweckten die Veranstalterclubs RRC 13 und MS Nordring in Kooperation mit der OSK (Motorsportverband Österreichs) den Autocross-Sport auf internationaler Ebene für Veranstaltungen in Österreich. Immerhin gelang es wieder FIA Zonenmeisterschaftsläufe für die Region Zentraleuropa in Fuglau bei Horn zur Austragung zu bringen. Am vergangenen Wochenende fand auf dem Nordring der zweite Lauf zum OSK Autocross Pokal und gleichzeitig das Finale der FIA Zentraleuropäischen Zone statt.

Bereits im Frühjahr wurde die Traditionsstrecke einer Frischzellenkur unterzogen, die während der Sommermonate eine Fortsetzung erfuhr. Nach der teilweisen Neuasphaltierung und der Adaptierungsarbeiten hinsichtlich der modernsten Sicherheitseinrichtungen nach internationalem Standard war es am Sonntag soweit um unter anderem die neue Fehlstarteinrichtung einzuweihen. Die Premiere verlief einwandfrei und alle Beteiligten zeigten sich von dem in Österreich derzeit einzigartigen System begeistert.

Doch nun zum sportlichen Teil. Erfreulicher Weise fanden sich Fahrer aus fünf Nationen im Waldviertel ein um auf der Offroadpiste des Nordrings um Meisterschaftspunkte zu kämpfen.

In der Klasse der zweiradgetriebenen Tourenwagen bis 4000ccm konnte Peter Freinberger (Nissan Sunny) den OSK Pokalsieg mit einem spannenden Finale für sich entscheiden. Nachdem er aufgrund von massiven technischen Problemen, ihm standen nur drei Gänge zur Verfügung, nur als Dritter vom Start losbrauste, profitierte der niederösterreichische Routinier von einem vehement geführten Zweikampf zwischen Michael Stoklassa (BMW 325i) und Harald Falschlehner (Opel Kadett), die sich kurz dem Ziel selbst im Weg standen. Freinberger nutzte eiskalt die sich plötzlich öffnende Lücke und schob sich an den Konkurrenten vorbei und feierte einen unerwarteten Sieg und letztlich auch den OSK Pokalsieg bei den Tourenwagen.

Bei den allradgetrieben Tourenwagen hielten unsere ausländischen Nachbarn das Zepter fest in der Hand. Auch hier kam es zu einem packenden Finale, in dem letztlich der Tscheche Aleš Mrkácek (Mitsubishi Lancer) gewann. Im Titelkampf der FIA Zonenmeisterschaft fiel die Entscheidung schon relativ früh. Titelaspirant Lubos Greguska aus der Slowakei musste im Finale schon nach einer Runde das technische K.O. hinnehmen und somit reichte dem Ungarn Gyula Lajos der zweite Rang in diesem Rennen um die heiß begehrte Trophäe mit nach Ungarn nehmen zu können.

Über 1000 km Anreise nahm der Italiener Natale Casalboni auf sich, um sich auf dem fahrerisch sehr anspruchsvollen Nordring gut präsentieren zu können. Doch leider vereitelten massive technische Defekte an seinem Lancia Turbo Superbuggy die Teilnahme am Finale und somit musste der Italiener vorzeitig die Heimreise antreten. Dadurch war klar, dass es einen österreichischen Sieger in der Kategorie der Superbuggys geben würde. Mit einer enorm starken Leistung im Finale gewann Thomas Markus vor Walter Obmann und Thomas Kirschner.

Einer der Topfavoriten auf den Sieg in der Kategorie Buggys bis 1600 ccm wurde ein Opfer der beinharten Fehlstartregelung im Finale. Der Slowake Igor Vlasaty wurde aufgrund eines Frühstarts von der Teilnahme am Re-Start des Finales ausgeschlossen und musste nun tatenlos zusehen. Das Finale wurde dann zum Fressen des jungen Kärntners Philipp Mattersdorfer. Er konnte seinen Sieg vom Frühjahr wiederholen und gewann in souveräner Manier. Nach ihm wurden der Niederösterreicher Andreas Winninger und der Steirer Andreas Hasler abgeflaggt.

Abschließend noch zu den Juniorbuggys. Diese in Österreich noch nicht bekannte Klasse wurde den Zusehern von zwei jungen Tschechen eindrucksvoll vorgestellt. Mit 600 ccm starken Motorradmotoren betriebenen Buggys lieferten sich Jakub Kubicek und Petr Nikodem ein Duell der Sonderklasse und begeisterten Alle.

 

Der Veranstalterclub MS Nordring ist glücklich, diese reibungslose Veranstaltung ohne Unfälle, jedoch mit jeder Menge gebotener Action über die Bühne gebracht zu haben, bei der die Zuschauer zweifelsohne auf ihre Rechnung kamen. Es deutet Vieles darauf hin, dass es im kommenden Jahr wieder spannende internationale Autocrossläufe auf dem Nordring bei Fuglau geben wird.